Covid 19-Projekte

NAMIBIA - PROJEKTE

COVID 19 - Auswirkungen auf die Projekte

"Das war ein wirklich schwieriges und schlimmes Jahr", so Lore Bohm in ihrem Weihnachtsbrief. "Das Jahr ist noch nicht zu Ende, aber vorüber ....... ein verlorenes Jahr."

In Swakopmund

In Mayana

Corona

Wie auf der ganzen Welt hat Corona in Namibia sehr große Probleme verursacht. Als die ersten Fälle in Windhoek und Swakopmund bekannt wurden, wurde der Schulbetrieb im ganzen Land am 28. März eingestellt. Dies galt auch für die Studenten der Universitäten in Windhoek und Rundu. Die Internate waren geschlossen, so dass unsere Schüler, die hauptsächlich im Busch im Kavango leben, sehr benachteiligt waren. Denn die Online-Vorlesungen waren wegen der schlechten Qualität nahezu unbrauchbar. Trotz fehlendem oder sehr schlechtem Unterricht finden derzeit an allen Schulen und Universitäten Prüfungen statt.

Hunger

Mit der Schließung der Schulen wurde auch die von der Regierung festgelegte Lieferung von Maismehl eingestellt. Die Grundschulkinder sollen während der Schulzeit jeden Schultag Maisbrei bekommen. Denn im Busch ist dies für viele Kinder oft die einzige Mhlzeit am Tag.

Seit Jahren unterstützen wir 20 bedürftige Familien mit Lebensmitteln durch unser Mayana Mpora Projekt. Aufgrund knapper Budgets verteilte Piet Jacobs im November Lebensmittel aus seiner eigenen Produktion an die ärmsten Familien. Piet Jacobs ist der Schwiegersohn des verstorbenen Ehepaares Valerie und Wynand Peypers, die die Eigentümer der n'Kwazi Lodge und Gründer der Mayana Mpora Foundation waren. Piet hat zusammen mit seiner Frau Desire seit September die Verantwortung für das Mayana Mpora Projekt übernommen.

Dank

Liebe Freunde, nicht alles was wir uns in diesem Jahr vornahmen war möglich. Der Tourismus ist mit dem 28.3.2020 zusammengebrochen. Somit fehlten uns auch die Touristen, die mit den von der Lodge angebotenen Aktivitäten wie den Besuch der Vorschule und der Sippen in den Kraals, den traditionellen Tänzen und der Bootsfahrten zum Sonnenuntergang unser Mayana Mpora Projekt unterstützten.

Deshalb sind wir besonders dankbar liebe Freunde und Sponsoren, dass Sie uns auch in diesem Jahr mit Ihrer Spende geholfen haben, trotz manch eigener Probleme.

Lore Bohm, Swakopmund,  schreibt im Mai: (Fotos links)

Wir erhielten eine Lebensmittelspende von dem Georg Ludwig Kindergarten und dem Projekt Dein Ball für Namibia, außerdem erhalten wir jede Woche eine große Lebensmittelspende von dem Verein Tangeni Shilongo e.V.(seit längerem schon ein Kooperationspartner von uns)
Volkan, Theresa und Jens haben es ermöglicht, jede Woche, nicht nur unsere Lehrer sondern auch unsere Kinder, vom Kindergarten Little Sweet Home und Little Bee, mit Essen versorgen zu können!!

Vielen vielen vielen vielen vielen Dank!

Natürlich möchten wir uns auch bei unseren Kooperationspartnern Anja Rohwer und Konny von Schmettau bedanken! Die Organisation, das Packen und das verteilen klappt super mit euch und jeder Hilft mit dem was er eben kann, läuft spitze!

Also soweit können wir einen kleinen Teil der D.R.C mit Lebensmittel versorgen in dieser schwierigen Zeit.

Damit komme ich auch gleich zu neuen Corona Update:

Wir haben mittlerweile das Ende von Stufe 2 erreicht. Die Infektionszahl ist auf 23 Personen angestiegen, wobei es nur bei einer Person stärkere Symptome gab.

Die Arbeitslosenzahl steigt rapide, ob Schwarz oder Weiß ist egal, Geschäfte und Lodgen müssen schließen, die Aufklärung ist Katastrophal ) 60% der Bevölkerung weiß nicht wirklich oder gar nicht über die Pandemie, das Virus oder Schutzmaßnahmen Bescheid. Wie auch!?
Es gibt jeden Tag 2 Pressekonferenzen im Radio, ABER, entweder man versteht die Minister nicht (schlechtes Englisch oder jedes 2 Wort ist ääääähhhh) oder sie zeigen im Radio wie man eine Maske richtig aufsetzt. Dann wiederholen sie sich noch 5 mal in einer Stunde, oder man macht es wie der Präsident:
Frage: Warum müssen alle eine Maske tragen und Sie tragen keine?
Antwort: Interessiert nicht, nächste Frage. Gutes Vorbild für die Nation.